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Ulrike Herrmann

Mit Ulrike Herrmann

Wirtschaftsjournalistin der taz & Bestseller-Autorin "Das Ende des Kapitalismus"

Auma ObamaMutmacherin, Stiftungsgründerin, Mitglied des Weltzukunftsrates
Auma Obama
Matthieu RicardBuddhistischer Mönch, Mitgefühlsforscher & Gründer der Hilfsorganisation Karuna-Shechen
Matthieu Ricard
Johannes GutmannSONNENTOR Gründer und Bio-Pionier
Johannes Gutmann
Edith Eva EgerAuschwitz-Überlebende & Trauma-Therapeutin
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Shia SuMinimalistin und Zero-Waste Pionierin mit Wasteland-Rebel, Aktivistin & Bloggerin
Shia Su
Christiana FigueresLeidenschaftliche Politikerin & Klimaschutzaktivistin
Christiana Figueres
Judith MangelsdorfGlücksforscherin und Professorin für Positive Psychologie
Judith Mangelsdorf
Frédéric LalouxNew Work-Experte & Kulturwandel-Pionier, Mitgründer von TheWeek.ooo
Frédéric Laloux
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Theresia CroneKlimaaktivistin, Sprecherin von Fridays for Future D, Gründerin von EndEndoSilence
Theresia Crone
Joana BreidenbachNew Work-Pionierin, Gründerin betterplace, Autorin, Expertin für digitale Innovation
Joana Breidenbach
Ariadne von SchirachPhilosophin, Dozentin, Bestsellerautorin
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Christian KrollGründer und Geschäftsführer der grünen Suchmaschine Ecosia
Christian Kroll
Stefan SagmeisterVielfach ausgezeichneter Designer, Autor und Filmemacher
Stefan Sagmeister
Roshi Joan HalifaxPionierin des engagierten Buddhismus & Menschenrechts- und Klimaaktivistin
Roshi Joan Halifax
Bayo Akomolafe"Post-Aktivist", Philosoph, Geschäftsführer des Emergence Network
Bayo Akomolafe
Reinhard HeisererMitgründer von "Jugend eine Welt" & Friedensaktivist
Reinhard Heiserer
Sylvester WalchPionier für Holotropes Atmen und Transpersonale Psychologie, Psychotherapeut, Autor
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Thomas SteiningerPhilosoph, Kulturaktivist, Gründer & Herausgeber des evolve-Magazins
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Tanja MisiakBegleitet Veränderungsprozesse und inspiriert aktuell mit ihrem mutigen Umgang mit Krebs
Tanja Misiak
Johannes NarbeshuberSparring Partner für Management Teams, Executive Coach und Wirtschaftspsychologe
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Arawana HayashiChoreografin, Entwicklerin des Social Presencing Theater und Mitgründerin des Presencing Institute
Arawana Hayashi
Sabine LichtenfelsFriedens- und Liebesforscherin
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Sonja-Vera SchmittQuelle und Mitgründerin der Gemeinschaft Schloss Glarisegg
Sonja-Vera Schmitt
Jascha RohrBegleiter von kokreativen Gestaltungsprozessen, Philosoph, Prozesskünstler, Gründer der CoCreation Foundation
Jascha Rohr
Hellwig Bali SchinkoTherapeut, Trainer und spiritueller Begleiter, Gründer und Leiter des ARUNA Instituts
Hellwig Bali Schinko
Jim RoughErfinder von "Dynamic Facilitation" & "Wisdom Council Process". Inspirationsquelle für die Bürgerräte
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Ute ScheubAutorin und Aktivistin für den ökosozialen Wandel, taz-Mitgründerin
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Dieter DuhmPsychologe, Autor, Mitgründer des "Heilungsbiotops" Tamera
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Christian BachlerInnovativer „Wutbauer“ vom höchsten Bergbauernhof der Steiermark
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Jörg AltSozialethiker, Jesuit, Aktivist für Klimagerechtigkeit
Jörg Alt
Gabi SchörkMutmacherin für alternative Gesundheits-Wege, Brückenbauerin für den Wandel
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Geseko von LüpkeVisionssuche-Leiter, Tiefenökologe, Politikwissenschaftler, Autor, Journalist
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Omar Khir AlanamAutor und Poetry Slammer
Omar Khir Alanam
Kewin Comploi-TaupeTrainer & Wohnprojekt-Gründer, Projektleitung RISE!
Kewin Comploi-Taupe
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Ulrike Herrmann führt prägnant aus: Ein grünes Wachstum ist nicht möglich. Der Kapitalismus muss enden, wenn wir bleiben wollen. Ulrike schlägt statt dessen eine "Überlebenswirtschaft" vor. Sie plädiert für das Ziel einer ökologischen Kreislaufwirtschaft und erklärt, was wir rationieren oder worauf wir verzichten werden müssen. Entscheidend für eine gesellschaftliche Umsetzung sei es, dass die Staaten hierfür einen klaren Rahmen vorgeben. Außerdem dürfen wir uns als Gesellschaft dieser multidimensionalen Krise endlich wirklich  bewusst stellen.


Tonika hat das Video schon gesehen und sagt: Mich beeindruckt Ulrike Herrmanns klarer Blick auf die vorhersagbare Dynamik der Krise, den sie uns unbeirrbar näherbringt. Dabei benennt sie glasklar, augenöffnend und schmerzhaft die "Mittäterschaft" der Mittelschicht.

Ulrike Herrmann

Zur Person

Ulrike Herrmanns im September 2022 erschienenes Buch "Das Ende des Kapitalismus - Warum Wachstum und Klimaschutz nicht vereinbar sind und wie wir in Zukunft leben werden" avancierte zum "Nummer 1"-Bestseller, mit dem Ulrike regelmäßig in den ganz großen Talkshows im deutschsprachigen Raum zu Gast ist - wortgewandt, prägnant, überzeugend und fundiert. Vor einigen Monaten gab sie beispielsweise Frank Thelen, bekannt aus der Gründershow "Die Höhle der Löwen", eine Lehrstunde in Sachen Geldpolitik.

Denn Ulrike wurde nicht "über Nacht" zu einer anerkannten Autorin von Wirtschafts-Sachbüchern. Die Gedanken dieses Buchs sind das Ergebnis einer über 20-jährigen Beschäftigung mit dem Kapitalismus und seinen Auswirkungen, Ulrikes sechstes Buch zu dieser Thematik. Zudem hat sie als taz-Wirtschaftskorrespondentin sicherlich hunderte Artikel hierzu verfasst.

 

Kurzer Streifzug und Einordnung von Ulrikes Gedankenwelt:

* In Das Ende des Kapitalismus - Warum Wachstum und Klimaschutz nicht vereinbar sind und wie wir in Zukunft leben werden verficht Herrmann die These, dass die zur Bekämpfung der Klimakrise notwendige ökologische Kreislaufwirtschaft nur durch ein Schrumpfen der Wirtschaft, eine Überlebenswirtschaft, erreichbar sei. Das Buch liest sich wie eine Art Fortsetzung ihrer vorigen Werke - vor allem der letzten drei Bücher, in denen sie sich seit 2013 dezidiert mit den Wurzeln und Auswirkungen des Kapitalismus auseinandersetzte.

* Der Sieg des Kapitals (2013) analysiert insbesondere die historischen Wurzeln des Kapitalismus. Als Ergebnis bestimmter Entwicklungsbedingungen sei er ein geschichtliches Phänomen und damit prinzipiell vergänglich.

* In Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung (2016) führt Ulrike Herrmann aus, dass die neoklassische Lehre der Ökonomie zu einem quasi-religiösen Dogma geworden sei. Hier dekonstruiert Ulrike Herrmann noch, während sie im aktuellen Buch einen Lösungsvorschlag unterbreitet.

* In Deutschland, ein Wirtschaftsmärchen (2019) entwickelt sie diese Gedanken weiter, wendet sie auf das deutsche "Wirtschaftswunder" und die soziale Marktwirtschaft an - und zeigt, dass die Erzählung auf einer reduzierten Konzentration auf das Wachstumsparadigma beruht.

Ulrikes Bücher:

           

 

 



Du möchtest die Auswirkungen des Kapitalismus tiefer erforschen, Alternativen kennenlernen und dich mit Gleichgesinnten dafür engagieren, dass diese Alternativen erblühen? Dann informiere dich über unseren Online-Kompakt-Kurs "Markt & Demokratie", den wir gemeinsam mit Christian Felber und  der Akademie für Gemeinwohl entwickelt haben!


 

“JEDER UND JEDE VON UNS KANN EINEN UNTERSCHIED MACHEN. AUCH DU!”

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Ute ScheubAutorin und Aktivistin für den ökosozialen Wandel, taz-Mitgründerin
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24 Kommentare
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Nadine
Nadine
1 Jahr zuvor

Super klares und tolles Interview. Eine Sache möchte ich aber unbedingt ergänzen zum Fleischkonsum. Weniger zu essen ist top aber das gleiche muss für Fisch gelten. Hier ist die Umweltbilanz genauso schlimm, wenn nicht sogar schlimmer. Schleppnetze, Plastik, CO2, Biodiversität, Meere wie die Ostsee kurz vorm umkippen .. und das wird oft vergessen und dann Fleisch einfach durch Fisch ersetzt.

Martin Finger
1 Jahr zuvor

Um zu verstehen, was Frau Herrmann mit dem Ende des Kapitalismus meint, ist es wichtig zu wissen, was sie unter Kapitalismus versteht. Im Interview mit Tilo Jung hat sie dies ausgeführt. Für sie ist Kapitalismus gleichbedeutend mit Industrialisierung und gekennzeichnet durch den Wohlstandszuwachs aufgrund von Produktionssteigerung und Wachstum. Erst die Steigerung der Produktion pro Kopf hat nach ihrem Verständnis die Demokratie ermöglicht. Warum ist dieses Verständnis wichtig? Entsprechend ihrer Definition, ist der Kapitalismus nicht mehr existent, wenn es kein Wirtschaftswachstum mehr gibt. Daher drehen sich ihre drei Thesen um das Thema Wachstum (Wachstum durch Kreditausweitung, Wachstum für zusätzliche Gewinne, Wachstum zur Vermeidung technologischer Arbeitslosigkeit). Dass in einem begrenzten Rahmen nichts dauerhaft wachsen kann, ist leicht nachvollziehbar. Die Frage ist, ob man die Definition von Kapitalismus teilt und den Kapitalismus für beendet hält, wenn kein Wachstum mehr erfolgt. Andere Menschen wählen andere Kriterien, um ein Wirtschaftssystem als kapitalistisch einzuordnen: Existenz von Märkten Klassengesellschaft in welcher Arbeiter ausgebeutet werden Privateigentum an Produktionsmitteln Verwendung von Geld zum Austausch von Gütern Die Zustände und der Rahmen unter welchen die Kriegswirtschaft in England nach Kriegsende weitergeführt wurde, sollte genauer betrachtet werden. Wie viel Selbstbestimmung sind wir bereit aufzugeben, um Lebensmittel besser zuzuteilen? Es gibt einige Modelle, welche auf Formen zentraler Planung setzen. Ich erinnere mich dabei an das Venus Projekt aus dem 2. Zeitgeist-Film. Wer mehr Ideen hören möchte findet viele davon im Podcast Future Histories. Eine der letzten Folgen war mit Eva von Redecker u.a. zum Thema demokratische Planung. Ich habe ebenfalls einen Vorschlag… Weiterlesen »

Eckart
Eckart
1 Jahr zuvor

Also das Argument gegen die Einführung eines BGE (Ich spreche lieber von “leistungsunabhängig”, also einem LGE), dass dann alle mehr Geld zur Verfügung hätten, in Folge dessen die Nachfrage steigt und wir dadurch zu Kapitalismus mit seiner Wachstumsökonomie gezwungen wären, halte ich für nur sehr bedingt zutreffend und nicht hinreichend. Die Hauptursache für die Notwendigkeit zum Wachstum ist und bleibt die Lohnarbeit und ein LGE würde im Gegenteil hier den Wind aus den Segeln nehmen. Es hätten dann ja nicht einfach Alle nur mehr Geld, sondern es wären damit die Bedingungen für eine Arbeitsflexibilisierung und Arbeitszeitreduzierung gegeben, die nicht in jedem Fall sofort Streiks aufrufen würden. Vor allem hätten die Ärmsten mehr Geld und könnten damit ebenfalls ihren Beitrag leisten, bewusster, also ökologischer zu konsumieren, anstatt von Billigfleisch und diesen abscheulichen Zucker-Ei-Fettgemischen leben zu müssen, und sonst wie krankmachenden Bedingungen unterworfen zu sein, die sich schnell zu hohen Kostenfaktoren aufsummieren und den betroffenen Menschen alle Dispositionen nehmen, einen produktiven Beitrag leisten zu können. Da die Verteilung immer nur von unten nach oben verläuft, steigt die Nachfrage nach Ressourcen fressenden Überflussprodukten in dieser Konsumentenklasse von Besitzenden immer stärker an, während die ärmsten dazu gezwungen sind ihre Spur der negativen Ökobilanz aus Mangel an Geldmitteln zu ziehen. Natürlich ist der Fleischverzicht ein wesentlicher Beitrag für Klimagerechtigkeit und Ressourcenschonung, aber wem wird das erzählt bei permanent steigenden Gemüse- und Obstpreisen, sowie allgemein permanent steigenden Lebensmittelpreisen? Die viel zu knapp bemessene Grundsicherung für Arbeitslose jetzt zu “Bürgergeld” umgetauft zu haben, ist natürlich keinerlei Beitrag… Weiterlesen »

ANGELIE
ANGELIE
1 Jahr zuvor

geordnet-gesteuerte “KRIEGSWIRTSCHAFT “ und auf den LETZTEN wird man nicht warten dürfen/müssen ist für mich die realistischste Planung für den bestenfalls sozialfriedlichen Ausstieg aus diesem leidvollen Wirtschafts-und Gesellschaftssystem. Auch wenn ich intellektuell pessimistisch bin halte ich mich an evolutionäre Chancen.

Ramona B.
Ramona B.
1 Jahr zuvor

Vielen Dank für das Interview und für die Perspektive.
Gleichzeitig bin ich entsetzt über die Fleisch Diskussion. Ich selbst bin Milchbäuerin. Ich finde weniger Fleisch super. Bei dem Fleischstreik krieg ich Gänsehaut. Wie schon gesagt gibt es Tiere die Gras verwerten können. Es wäre doch wesentlich sinnvoller sein, wenn die Leute aufhören importiertes Fleisch zu essen. Und sich bewusst machen, dass zum Beispiel Milchproduktion immer mit Fleischproduktion einhergeht. Also bitte einfach auch mal Gedanken machen wo das Fleisch herkommt.

Ich mag gerne noch etwas zu den Emissionen sagen. Und ja in der Landwirtschaft muss sich etwas regen. Gleichzeitig sind wir nicht immer der Sündenbock, sondern auch Teil der Lösung, denn Landwirtschaft ist auch die einzige Sparte dieCo2 binden kann.
Auf ein friedliches und respektvolles Miteinander

Hemma Rüggen
Editor
1 Jahr zuvor
Antworten  Ramona B.

Liebe Ramona, danke dir sehr, dass du das einbringst. Der spontane Einwurf “Fleischstreik” hat wohl nicht alles bedacht. Gleichzeitig frage ich mich, was ein kollektives Zeichen des “so nicht” sein kann jenseits der individuellen Konsumentscheidung. Ich bin selbst auf einem kleinen Bauernhof aufgewachsen…Und ich glaube auch, dass die Landwirt:innen unbedingt Teil der Lösung sind, idealerweise sind sie (auch) Hüter:innen der Erde… Und die Frage ist: wie können wir gemeinsam was bewegen…

Gerlinde Butzphal
Gerlinde Butzphal
1 Jahr zuvor

Wow, danke für diesen Beitrag. Welche Klarheit und Direktheit, und trotzdem voller Hoffnung.

Ulrich
Ulrich
1 Jahr zuvor

Oh ja. Unbequem und gut. Danke! Mir fällt Antonio Gramsci ein: Pessimismus ist eine Frage der Vernunft, Optimismus eine Frage des Willens.

Robert Kaspret
Robert Kaspret
1 Jahr zuvor

Am Freitag kein Fleisch essen – warum nicht? Solche Maßnahmen gibt es auch schon, z.B. in einigen belgischen Städten. Das muss keine Ökodiktatur sein, sondern einfach, WEIL ES DIE MENSCHEN SO WOLLEN. Punkt!

Esther
Esther
1 Jahr zuvor

Die unkritische Begeisterung über Frau Herrmann „Klarheit“ teile ich nicht. Nur 2 Beispiele, wo sie Klarheit vermissen lässt:
1) Frau Herrmann liefert leider keine klare und ausführliche Definition ihres Kapitalismus-Begriffs.
2) Sie behauptet, dass es nicht genügend Ökostrom geben und dieser knapp und teuer bleiben werde. Dafür liefert sie leider keine Belege. Sie ignoriert z.B. die folgende Aussage des IPCC zu den Kosten: „The unit costs of some forms of renewable energy and of batteries for passenger EV have fallen.“ (IPCC 2022 AR6 WGIII SPM, Seite 16). Im IPCC 2022 AR6 WGIII auf Seite 168 stellt Figure 1.3 das signifikante Sinken der Kosten für PV und den deutlichen Anstieg der Energienutzung aus PV und Windkraft dar. Sie ignoriert außerdem den europäischen Ökostrommarkt und dessen mögliche Stromtrassen.

Hemma Rüggen
Editor
1 Jahr zuvor
Antworten  Esther

Liebe Esther, ich habe grade das Buch nicht bei mir, aber ich meine, dass sie die von dir angemerkten Punkte in ihrem Buch “Das Ende des Kapitalismus” darstellt. Und zum Kapitalismus hat sie mehrere Bücher verfasst.

Dagmar
Dagmar
1 Jahr zuvor

….ja, auch von mir ein herzliches Danke dafür, daß uns dieses Gespräch hier zur Verfügung gestellt wird und für all Eure Anmerkungen dazu…..

….ich nehme mir daraus die Essenz mit, die ich in einem Antwortkommentar von Dir, Hemma, gelesen habe…..nämlich:“Die Frage ist: wie können wir gemeinsam was bewegen“….

Worauf wollen wir uns miteinander zukünftig einigen und warum?
Und vorallem – WIE geht das eigentlich ,das Einig werden, bei sooo vielen unterschiedlichen Ebenen, Teilaspekten, Verflechtungen, Menschen, Bedürfnissen usw….wie kann das gelingen……WAS braucht es für Menschen und Werkzeuge, ….und -braucht es noch mehr Analysen und logische Schlussfolgerungen?….
Denn es gibt sie ja auch scho, die Erfahrungsberichte, wie es gelingen könnte…..

Diese Fragen bewegen mich dazu……

Viele liebe Grüße,
Dagmar

Ruth Priese
1 Jahr zuvor

Danke für diese grossartigen Denkanstöße ! Diese Frau sollte m.E. den alternativen
Nobelpreis bekommen. Fleischkonsum, Wohnraum und Mobilität rationieren! Das sind doch Vorschläge, die in allen Familien, Freundschaften und Gemeinschaften ins Gespräch und in echte Dialoge auf Augen- und Herzhöhe hineinwachsen könnten, -sollten?

Rainer
Rainer
1 Jahr zuvor

Toll. Super Ideen und super klare Sprache. Bin begeistert von Frau Herrmann.

JOH
JOH
1 Jahr zuvor

hey,
ich habe große widerstände ggü. einigem – sowie zu konservativem sprachgebrauch, der neues denken nicht zu transportieren vermag. Spricht sicher viele in klassischen Mustern an. Terminologie einiger wenn nicht aller Begriffe zeigen hier auf systemisch fehlgestellte Resonanz die mich nicht wirklich zu inspirieren vermag. Sie greift zwar nicht zu kurz, um Wandel anzudenken, fehlt zu wenig konkreter werdendes in alternativer praxis zu deutlich besserer Weltsicht.

Beate Brauch
Beate Brauch
1 Jahr zuvor

Ich bin auch sehr angetan und begeistert von den Ausführungen und Vorschlägen – z. B. die geplante und gesteuerte Kriegswirtschaft – von Ulrike Hermann. Ich werde mir das Buch “Das Ende des Kapitalismus” kaufen.

Dornbach
Dornbach
1 Jahr zuvor

Fantastisch! Gibt Überblick u Einsicht u Hinweis auf was jeder jetzt folgenreich tun kann, ((weniger Fleisch)

mirco pre
1 Jahr zuvor

upps, hier is wohl etwas schief gegangen. Löschen kann ich den Kommentar nicht mehr?

Katrin
Katrin
1 Jahr zuvor

Die Beschreibung der sogenannten Kriegswirtschaft erinnert mich an die Zustände in der ehemaligen DDR. *g

Hemma Rüggen
Editor
1 Jahr zuvor
Antworten  Katrin

Das Beispiel, das Ulrike Herrmann geforscht hat, ist die Kriegswirtschaft Großbritanniens während des 2. Weltkrieges. Die Brit:innen waren von dem System so angetan, dass sie es noch bis 10 Jahre nach dem Krieg beibehalten haben. Der Unterschied scheint mir darin zu bestehen, dass in Großbritannien keine Betriebe verstaatlicht wurden. Genaueres nachzulesen in “Das Ende des Kapitalismus”.

Markus
Markus
1 Jahr zuvor

Sehr gute Denkanstöße und logische Schlussfolgerung, dass der auf Wachstum fußendes Kapitalismus bei begrenzten Resourcen zum Scheitern verurteilt ist. Voll d’accord!

Wenn da nur nicht der unerträgliche Glaube an das CO2-Schreckgespenst wäre. Welche Anmaßung, dass wir Menschen glauben das Klima beeinflussen zu können!

Ein Irrsinn wohin diese grüne Religion seine Blüten treibt: “Jeder Bürger hat ein Kontingent von 1 Tonne CO2.” … und am besten einen Chip im Ohr, der ihn auf Schritt und Tritt über 5G kontrolliert.

Seid Ihr denn von allen guten Geistern verlassen?

Wann kapiert Ihr, dass diese CO2-Manie ein perfides Instrument der Finanzwirtschaft ist uns Menschen zu knebeln und auszuquetschen a la Klaus Schwab “Du wirst nichts besitzen und glücklich sein.”

Hört auf damit und handelt nach naturwissenschaftlich fundierten Erkenntnissen statt nach ökofaschistisch verblendeter Ideologie!

Kuno
Kuno
1 Jahr zuvor
Antworten  Markus

Wenn 99.9% aller Wissenschaftler im Grundsatz hinter den IPCC-Berichten stehen, wonach zweifelsfrei belegt ist, dass das Verbrennen von fossilen Brennstoffen die Ursache für den drastischen CO2 Anstieg in der Atmosphäre und die Klimaerwärmung ist, dann vertraue ich diesen Aussagen. Und selbst wenn wir das CO2 mal ausser acht lassen, verbraucht der Mensch viel zu viele Ressourcen. Phosphat wird knapp, Lithium, Kobalt, seltene Erden ebenfalls, Sand zum Bauen auch (man glaubt es kaum). Dazu kommen von der Bergbauindustrie verwüstete und verseuchte Landstriche, abgesenkte Grundwasserspiegel durch intensive Exportlandwirtschaft in trockenen Gebieten, überfischte Meere, radioaktive Abfälle für die nächsten 100’000 Jahre und niemand weiss wohin damit, Reifenabrieb und Mikroplastik in der Antarktis und selbst in der Muttermilch, … die Liste liesse sich endlos verlängern. Sie werden mir zustimmen, dass der Mensch so nicht weiter machen kann, oder? Auch die Technik wirds nicht richten, weil jeder technische Ansatz selber wieder mindestens drei neue Probleme generiert. Wenn wir als Spezies überleben wollen auf dieser einen Erde, müssen wir unseren Konsum und Ressourcenverbrauch drastisch reduzieren! Wir reden nun schon seit über 50 Jahren davon! Die Zeit der Freiwilligkeit ist vorbei! Und damit auch all jene mitmachen, die gerade keinen Bock darauf haben, braucht es entsprechende Gesetze. Individuelle Freiheit in Ehren, aber es gibt etwas Höheres als das Individuum, nämlich die Gemeinschaft aller Menschen. Unser Verhalten jetzt gerade hat einen entscheidenden Einfluss darauf, wie unsere Kinder und Kindeskinder dereinst leben werden auf diesem Planeten. Ich will jedenfalls weiter in den Spiegel schauen können, im Wissen darum, dass… Weiterlesen »