Pioneers of Change

Online-Summit 2019

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Edit Schlaffer

„Der ist mir zu links, zu rechts, zu anders!“

KongresspaketSummit-2019-Mockup-1

Edit Schlaffer studierte und promovierte in Soziologie in Wien. In dieser Zeit wuchs ihr Interesse für Frauenbewegungen. 1981 gründete Edit mit Cheryl Benard die feministische Menschenrechtsorganisation "Amnesty for Women". Weiters leitete sie 23 Jahre lang, bis 2005, zusammen mit Cheryl Benard die "Ludwig-Boltzmann Forschungsstelle für Politik und zwischenmenschliche Beziehungen". 2002 gründete sie die Organisation „Frauen ohne Grenzen“. Der Fokus liegt darauf, die Fähigkeiten von Frauen durch Bildung, Zusammenarbeit und Selbstvertrauen zu stärken: Schlüsselinstrumente für den Aufbau einer Frauenbasis in Ländern, die von gewaltbereitem Extremismus betroffen sind.Damit etablierte die Soziologin das Modell der "Mütterschulen gegen Extremismus". Dort sollen Frauen lernen, Anzeichen von Radikalisierung bei ihren Kindern zu erkennen und ihnen wirkungsvoll gegenzusteuern. Das Konzept kommt mittlerweile in elf Ländern zum Einsatz: neben Österreich und Deutschland in Belgien, Großbritannien und Mazedonien sowie einige außereuropäische Länder.

In Anerkennung für ihre innovative Arbeit wurde Edit mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der 2018 Reader’s Digest European of the Year award, der Staatspreis 2016 der Republik Österreich für lebenslanges Lernen und der Friedenspreis der Soroptimist International of Europe 2015.

Edit Schlaffer:

Interview mit Edit Schlaffer in DiePresse

Interview mit Edit Schlaffer im Kurier

Beiträge von Edit Schlaffer für die deutsche Huffington Post

Edit Schlaffer bei TEDxWomen

Feminismus:

Den Feminismus gibt es nicht: Ein Überblick.

Frauen ohne Grenzen: Mütterschulen

Alle Bücher von Edit Schlaffer bei Buch7.de

19 Kommentare

  • Andrea Siamis says:

    Liebe Edit Schlaffer, das ist schön, Sie hier etwas persönlicher ‚kennenzulernen‘! Als Dozentin, Autorin und Powerfrau waren Sie mir eine große Inspiration während meiner Studienzeit als Sozialpädagogin/Kulturpädagogin. Vor allem auch zu meiner Diplomarbeit über ‚Weibliche und männliche Körpersprache‘. Die Verknüpfung von privater Biografie mit einer Botschaft und Engagement für Welt und Menschheit ist so wichtig. Empathie hilft zu verstehen, andere und sich selbst. Nur daraus kann Veränderung entstehen. Vielen Dank für Ihr Interview!

  • Peter P. says:

    …wenn Frauen nicht Präsenz zeigen und dabei sind, entsteht meist ein Desaster. Absolut richtig.
    Besonders in allen Friedensprozessen ist es wichtig, Frauen einzubinden, denn ohne Sie fehlt die pragmatische Komponente.
    Vielen Dank für dieses Interview
    Viel Kraft und Unterstützung für deine Arbeit Edit

  • Gabriele Mair says:

    Wirklich, so eine wunderbare, mutige Frau.
    Bitte wie kann ich mit dem Wiener Büro in Kontakt treten? Habe dazu den Link noch nicht gefunden.
    Vielen, vielen Dank
    Gabriele

  • Ist ist ein Privileg Frauen wie dir zuzuhören! Meine absolute Hochachtung für deine Arbeit, deine Projekte und deine unglaubliche Intelligenz! 🙏🏻🙏🏻🙏🏻

  • Stephanie says:

    Ich gebe Edit Schlaffer Recht. Den Schlüssel zum Frieden haben wir Mütter! Sie hat zusammen mit Cheryl Benard ein Buch geschrieben, das ich schon vor 20 Jahren gelesen habe: MÜTTER MACHEN MÄNNER

    Es gibt in Wien den Verein Elternwerkstatt, der den ABC-Elternführerschein in Wien und österreichweit anbietet und TrainerInnen dafür ausbildet. Schaut mal auf die homepage http://www.elternwerkstatt.at. Die Gründerin des Vereins, Mag. Maria Neuberger-Schmidt hat ein sehr informatives, praxisnahes Buch geschrieben zu Erziehungsfragen und Konfliktbeilegung mit Kindern und Jugendlichen: Gewaltfrei, aber nicht machtlos. ISBN:978-3-85068-891-8, erschienen im Ennsthaler Verlag.

    Ich habe vor 12 Jahren diese Ausbildung gemacht und das Zertifikat als Kommunikationstrainerin für Eltern, Großeltern u. andere Erziehende erhalten. Mit großem Engagement wollte ich dann Kurse geben in meinem näheren Wohnumfeld. Habe Vorträge gehalten vor Eltern, LehrerInnen und Kindergärtnerinnen, es wurden Kolumnen in Lokalzeitungen verfasst und Inserate geschaltet, aber das Interesse daran ist verschwindend, sodass ich frustriert aufgegeben habe! Jene Eltern, die in solche Kurse gehen, sind auch die, die sich ohnehin kümmern um ein gutes Zusammenleben mit ihrem Nachwuchs. Jene, die es am dringendsten brauchten, erreicht man nicht.

    Edit Schlaffers Engagement für zugezogene Familien ehrt sie, aber ich glaube, dass wir in den eigenen Familien sehr viel zu tun hätten. Leider ist sachliche, humane Elternbildung, die auf längst bekannten Erkenntnissen über vermeidbare Schädigungen, auf Liebe und Leitung der Kinder basiert, gesetzlich nicht geregelt. Für fast jeden Beruf braucht man eine Ausbildung, nur Erziehung, die WICHTIGSTE Grundlage einer gesunden Gesellschaft, wie ich finde, ist jedem selbst überlassen.

    Elternbildung müsste im Mutter-Kind-Pass verankert werden wie die Vorsorgeuntersuchungen. Damit würden alle erreicht!

  • Mirijam says:

    Wie schön, Edit Schlaffer in einem Interview zu sehen! Eines ihrer ersten Bücher, zusammen mit Cheryl Benard, „Die ganz gewöhnliche Gewalt in der Ehe“ , 1992 zum 1. Mal erschienen, hat mir damals durch eine schwierige Zeit hindurch geholfen. Hat mich zu einer Feministin werden lassen. Es freut mich zu sehen und zu hören, dass auch sie sich weiterentwickelt hat, ohne ihre Wurzeln zu verleugnen. Vielen Dank für dieses Interview.

  • Ingrid says:

    Ich bin wirklich sehr beeindruckt von Frau Schlaffer und den Projekten. Danke davon erfahren zu dürfen!

  • Ilonka Männel says:

    Danke für das Videogespräch. Ich fühle mich bereichert, von all diesen Worten. Mitgenommen habe ich, dass der Schlüssel immer das Gespräch ist. Es gibt so viele Vorurteile und aus diesen heraus fällt es sichtlich, den meisten Menschen, schwer aufeinander zuzugehen. Es ist wichtig, dass alle Generationen wieder ins Gespräch finden. Für die Kinder in der Pubertät ist die älteste Generation auch mit prägend. Da sie in einer Selbstfindungsphase stecken und damit der Prozess der Abnabelung von den Eltern beginnt. In dieser Zeit brauchen sie Zuhörer für ihre Probleme, welche sie genau in dieser Generation finden. Diese Zuhörer und Ratgeber müssen nicht unbedingt Familienangehörige sein. Oft leben ja diese nicht mehr im gleichen Ort. Deshalb ist es wichtig als Gesellschaft wieder zusammen zu finden und durch gegenseitige Gespräche generationsübergreifend ein Gefühl von Geborgenheit und Getragensein wieder entstehen zu lassen, wo der Mensch sich selbst wieder aufgehoben und sicher fühlt. Damit lässt sich die Radikalisierung eingrenzen und Empathie füreinander lernen.

  • Andrea says:

    Danke für dieses tolle Interview! Danke für diese Sicht der Dinge, es war bewegend, aber auch sehr informativ. Danke!

  • Lydia says:

    Einen ganz wichtigen Aspekt fand ich die Mütterschulen, denn so werden Probleme wie zum Beispiel Extremismus an der Wurzel gepackt: die Mütter können als erste „Lehrerinnen“ ihrer Kinder durch mehr Wissen und mehr Selbstsicherheit etwaigen Radikalisierungen vorbeugen.
    Ich war erschüttert, dass Mütter glauben, sie könnten ihren 11- oder 12 – jährigen Söhnen nichts mehr sagen.
    Vielen Dank an Edit (und an alle Mitarbeiterinnen) für diese grundlegende Friedensarbeit!

  • Roland Wicht says:

    …es gibt sie DOCH: Menschen, die mich berühren ohne mich zu kennen und denen es gelingt, mir das Herz zu öffnen. Menschen, die ich mir als Freunde und Gesprächspartner im Alltag und als Nachbarn wünschte. Sehr viele Frauen mit so viel power sind dabei… ich bin begeistert und möchte jedem Danke sagen und die Hand reichen. Alle haben mich bisher angesprochen und ich bin schon in großer Vorfreude auf die folgenden Ansprechpartner/Innen. Ich bin seit 5 Monaten Rentner und nicht besonders glücklich darüber. Ich wünschte mir Menschen in meinem Umfeld , die mit Herz und Seele meine Vision von einer menschlichen Gesellschaft mit Bienen, Schmetterlingen und allem Lebendigen teilen. Mit denen ich mich vis a vis verbal austauschen kann. So bleibt mir oft das Internet. Ich danke für die Möglichkeit der Teilnahme am „Summit 2019“ und wünsche ihm viele aufgeschlossene und engagierte Teilnehmer/Innen.

    • Hemma says:

      Lieber Roland, deine Zeilen, deine Sehnsucht nach Begegnung berühren mich. Vielleicht gibt es ja die Menschen in deinem Umfeld und du weißt es nur nicht? Gibt es vielleicht ein PoC Regionaltreffen in deiner Nähe? Oder andere Initiativen, die auf der http://www.kartevonmorgen.org eingetragen sind? Niemand soll unfreiwillig allein sein. Wir sind alle verbunden…

  • Elisabeth says:

    Ein wunderbares Interview und ich werde sofort die Organisation von Frau Schlaffer ins Wiki der ArbeiterInnen am Himmel auf Erden stellen. http://heaven-on-earth-wiki.org ich wünsvhe ihr und allen Helferinnen alle Kraft der Welt.

  • Monika says:

    Ich bin beeindruckt, tolle Arbeit…Danke Edition Schlaffer, Dank auch an Martin

  • Raphael says:

    Was nehmen wir mit:
    TUN
    EMPATHIE ALS SCHLÜSSEL
    DER WEG ZU EINER BESSEREN WELT LIEGT IM DETAIL (UND IST HARTE ARBEIT)

  • Barbara says:

    Vielen Dank für dieses Interview. Ich bin beeindruckt und berührt von dem, was Sie bewegt haben. Ich meine auch, dass Bildung und Erziehung der Schlüssel zu einem Leben in Freiheit und Selbstbestimmung sind und dass alle Frauen der Welt darin bestärkt werden müssen, diese Ziele verwirklichen zu können. Wichtig ist aber auch der Dialog mit den Männern bzw. Vätern dieser Welt, bei der Gestaltung der zukünftigen Gesellschaft ihre Rolle verantwortungsbewusst wahrzunehmen. Sie zeigen, wie es gehen kann. Alles Gute

  • Sylvia says:

    Wow, was für eine tolle Frau! Auch ich bin schwer beeindruckt. Vielen Dank für dieses hochinteressante Interview!

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